Zum Hauptinhalt springen
Berliner Photoart / Andreas Domma

Armuts- und Reichtumsbericht: Der Abstieg der Mittelschicht

Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Bundesregierung den neuen Armuts- und Reichtumsbericht. Auch dieser Bericht bestätigt die soziale Spaltung des Landes. Die Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold (DIE LINKE) kommentiert: „Der Bericht hält der Bundesregierung den Spiegel vor und stellt ihrer neoliberalen Politik ein vernichtendes Zeugnis aus. In Deutschland entwickelt sich die Armut zu einem Flächenbrand.“

Die unteren 90 (!) Prozent der deutschen Bevölkerung besitzen lediglich 36 Prozent des gesamten Vermögens, die untere Hälfte sogar nur 0,5 Prozent. In den vergangenen 30 Jahren brach die Mittelschicht von 49 auf 37 Prozent ein, 70 Prozent der Bedürftigen bleiben in der Armut gefangen. Menschen mit geringem Einkommen leiden auch unter schlechterer Gesundheit und einer geringeren Lebenserwartung. Zudem erfasst der Armuts- und Reichtumsbericht Einstellungen der Bevölkerung. So sind 68 Prozent der Meinung, dass die Steuern für Reiche zu niedrig sind, nur 11 Prozent stimmten dem nicht zu.

Freihold weiter: „Der Bericht ist ein klarer Arbeitsauftrag an die Bundesregierung. Es ist höchste Zeit für eine Politik der Umverteilung von oben nach unten. Das gilt auch für die Energiewende. Diese kann nur gelingen, wenn sie sozial ausgestaltet wird. Menschen mit hohem Einkommen verursachen den höchsten Energieverbrauch, auch das zeigt der Bericht. Die Rechnung für mehr Klimaschutz darf deshalb nicht an der Mehrheit hängenbleiben!“

Themen A - Z

Parlamentarische Arbeit

Newsletter der Fraktion