Zum Hauptinhalt springen

Corona: Spahn (CDU) und Lauterbach (SPD) wollen Kinder impfen, obwohl Virus-Gefahr und Impfstoffsicherheit für Altersgruppe noch nicht geklärt sind

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Talkshow-Dauergast Karl Lauterbach (SPD) fordern die Impfung von Kindern. Aktuell liegt dafür aber weder die Zulassung eines Impfstoffs durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) noch eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) vor. Die Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold (DIE LINKE) äußert scharfe Kritik: „Menschen sind keine Versuchskaninchen! Das Kindeswohl und die sorgfältige Prüfung der Impfstoffe und ihres Einsatzes sind strikt einzuhalten!“

Der Gesundheitsminister fällt erneut negativ auf. Ohne wissenschaftliche Grundlage zaubert er eine neue willkürlich gesetzte Inzidenzschwelle (20) aus dem Hut und kündigt Impfungen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren bis Ende August an. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Prof. Dr. Thomas Mertens, äußert sich dagegen zurückhaltend. Die am Robert-Koch-Institut (RKI) angesiedelte STIKO prüft Impfempfehlungen für Deutschland.

Der Vorsitzende der STIKO betont, dass eine Impfung medizinisch begründet sein muss. So ist zu klären, wie sehr Kinder durch eine Infektion mit SARS-CoV-2 gesundheitlich gefährdet sind. Zudem ist mit 1.100 Teilnehmern die Aussagekraft der Zulassungsstudie bezüglich der Sicherheit des Biontech-Impfstoffs für die Altersgruppe begrenzt. Prof. Dr. Mertens schließt nicht aus, dass die STIKO eine Impfempfehlung verweigert oder einschränkt.

Themen A - Z

Parlamentarische Arbeit

Newsletter der Fraktion