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Heiße Luft bringt keinen strukturellen Neuanfang in der Bildung!

Den zukünftigen Koalitionären fehlt der Mut zum großen Wurf.

„Das Ergebnis der Sondierungsgespräche im Bereich Bildung ist nichts als heiße Luft. Nur eine komplette Neustrukturierung der Beziehungen zwischen Bund und Ländern könnte die Grundlage für einen Neuanfang begründen, hin zur Schaffung gleichwertiger Bildungsmöglichkeiten und Chancengleichheit im gesamten Bundesgebiet. Die ungleichen Lebensbedingungen und Hürden beim Zugang zum sozialen Menschenrecht auf Bildung müssen endlich beseitigt werden! Die Kleinstaaterei im Bildungssystem wird jedoch von den zukünftigen Koalitionären aus CDU, CSU und SPD aufrechterhalten. Bildung muss als gesamtgesellschaftliche Herausforderung begriffen und nicht auf die Finanzbeziehungen reduziert werden.“, kommentiert Brigitte Freihold, Bildungsexpertin der Fraktion DIE LINKE, die Ergebnisse der Sondierungsgespräche von CDU, CSU und SPD.

Freihold weiter: „Es reicht nicht aus das Kooperationsverbot lediglich bei der Schulsanierung aufzuweichen und die Ignoranz des Bundes in der Bildung generell zu zementieren. Die Zweiklassen-Bildung bleibt weiterhin bestehen, wenn nicht zugleich alle Bereiche der Bildung mitberücksichtigt werden, wie die Schaffung neuer Lehrerinnen- und Lehrerstellen und Weiterbildung, Inklusion sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die Folgen sind besonders gravierend für Kinder aus einkommensbenachteiligten Familien. Ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter bedeutet für die Kommunen lediglich eine zusätzliche Belastung, ohne dass dieser wichtige Anspruch auf stabile finanzielle Grundlagen gestellt wird. Den zukünftigen Koalitionären fehlt der Mut zum großen Wurf und Änderung der bestehenden strukturellen Mängel in der Bildungszusammenarbeit.“

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