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Christoph Loeffler

80. Jahrestag der Reichspogromnacht

Christoph Loeffler
Christoph Loeffler
Christoph Loeffler

Am 9. November vor 80 Jahren brannten in Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte wurden geplündert und 400 Menschen brutal ermordet. Die Reichspogromnacht war der Auftakt zur Shoah. Jetzt ist die faschistische Gefahr erneut erschreckend aktuell. Die AfD setzt sich an die Spitze einer völkischen Bewegung und antisemitische Angriffe nehmen zu. Vor wenigen Tagen starben 11 Menschen bei einem antisemitischen Anschlag in Pittsburgh.

Vor diesem Hintergrund empfing die Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold am 9. November - anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht - Herrn Marian Kalwary (Bevollmächtigter der Jüdischen Gemeinden in Polen für Ghetto-Renten) sowie Herrn Roman Kwiatkowski (Vorsitzender der Vereinigung der Roma in Polen) und Prof. Dr. Sławomir Kapralski (Pädagogische Universität Krakau) in ihrem Büro und begleitete sie anschließend als Ehrengäste des Präsidenten des Deutschen Bundestages und der Bundestagsfraktion DIE LINKE zur Gedenkstunde im Deutschen Bundestag.

Einen Tag vorher, am 8. November 2018, lud die Abgeordnete Freihold mehrere Gäste zu einem Arbeitsgespräch über gemeinsame Bemühungen im Hinblick auf die langfristige Gewährleistung der Bildungs- und Erinnerungsarbeit zur „Aktion Reinhardt“ ein. Hintergrund ist die dringende Notwendigkeit einer Förderung von wissenschaftlicher Forschung, die Gedenken und Erinnerung an die planmäßige Ermordung europäischer Sinti und Roma mit historischer Vermittlung unter Einbindung der Zivilgesellschaft verbindet. Dabei sollen insbesondere die verschiedenen Orte von Massenexekutionen von Sinti und Roma im Zuge der „Aktion Reinhardt“ identifiziert und erinnerungspolitisch erschlossen werden. Ein wichtiger Schwerpunkt soll dabei auf die Rekonstruktion der Deportationen von Sinti und Roma in die drei Vernichtungslager Treblinka, Belzec und Sobibor gelegt werden, Transporte von deutschen Sinti in Durchgangsghettos und Konzentrationsorte untersucht werden und ein angemessenes Gedenken an die zahlreichen Opfer unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung sichergestellt werden. Weiter wurde auch die Notwendigkeit der Einberufung eines internationalen Beirates besprochen, der erinnerungspolitische Maßnahmen zur Erinnerung an die Opfer der „Aktion Reinhart“ koordinieren könnte.

An dem Arbeitsgespräch nahmen teil:
Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma
Roman Kwiatkowski, Vorsitzender des Verbands der Roma in Polen
Władysław Kwiatkowski, Verband der Roma in Polen
Herbert Heuss, Wissenschaftlicher Leiter, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma
Prof. Dr. Sławomir Kapralski, Soziologe (Pedagogical University of Cracow)
Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt, Historiker (Touro College Berlin)

Auf Einladung der Berliner VVN-BdA sowie der Initiative Ghetto-Renten Gerechtigkeit Jetzt! nimmt Brigitte Freihold gemeinsam mit dem Shoah-Überlebenden Marian Kalwary, der mehrere Jahre im Warschauer Ghetto verbrachte, und Roman Kwiatkowski vom Verband der Roma in Polen an der heutigen Gedenkkundgebung am Mahnmal Levetzowstraße in Moabit teil.


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