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Ärztemangel im Dahner Felsenland: Handeln, bevor es zu spät ist

Die Hausärzte im Dahner Felsenland weisen die Aussage der Landrätin Susanne Ganster (CDU) zurück, dass es von ihrer Seite keine Bemühungen gab, gegen die medizinische Unterversorgung in der Verbandsgemeinde vorzugehen. Die Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold (DIE LINKE) warnt: „Bleibt es bei der demonstrativen Tatenlosigkeit der politisch Verantwortlichen, wird die ärztliche Versorgung in den kommenden Jahren zusammenbrechen. Soweit darf es nicht kommen!“

Die kreisfreien Städte Pirmasens, Zweibrücken und der Landkreis Südwestpfalz beauftragten als „Allianz gegen den Ärztemangel“ die Medi Südwest GmbH mit der Ärzte-Akquise und Sicherung der ambulanten ärztlichen Versorgung in den drei Gebietskörperschaften. Doch getan hat sich bislang wenig. Medi Südwest-Geschäftsführer Motzenbäcker hat nach Darstellung der Ärzte aus dem Dahner Felsenland auf telefonische Kontaktversuche nicht reagiert.

Freihold weiter: „Herr Motzenbäcker hat bei seinen Auftritten vor allem den Eindruck eines begnadeten Selbstdarstellers hinterlassen, konkrete Fortschritte im Kampf gegen den Ärztemangel gibt es nicht. Die medizinische Versorgung ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Diese Aufgabe an ein privatwirtschaftliches Beratungsunternehmen zu delegieren führt erkennbar nicht zum Erfolg. Die betroffenen Kommunen müssen selbst etwas tun.

Bundesweit erfolgreiche Beispiele gibt es genug: Gegründet wurden zahlreiche Ärztegenossenschaften oder Medizinische Versorgungszentren (MVZ) mit kommunaler Beteiligung, eingebracht von kommunaler Seite wurden insbesondere Immobilien und Verwaltungsdienstleistungen, um den Start ins Berufsleben für junge Ärzte zu erleichtern. Besonders wichtig ist für angehende Ärzte die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch geregelte Arbeitszeiten. Dem kommen die kommunalen Modelle durch die Beschäftigung von Ärzten im Angestelltenverhältnis sehr entgegen, selbst Arztpraxen unter rein kommunaler Regie gibt es inzwischen.

Statt diese praktischen Lösungsmodelle für das Dahner Felsenland zu prüfen und konkrete Schritte dahingehend einzuleiten, versteckt man sich hinter der reinen Lehre der Marktwirtschaft - so als hätte es die zahlreichen Konferenzen, Runden Tische und die deutlich wahrnehmbaren Hilferufe aus der Ärzteschaft selbst überhaupt nicht gegeben. Das ist Politikversagen.“


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