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Antrag: Rückerstattung von Kulturgut aus kolonialen Kontexten gesetzlich regeln

Das Deutsche Reich hat im Zuge der deutschen Kolonialherrschaft systematisch Kulturgüter angeeignet bzw. geraubt. Während der rassistisch begründeten kolonialen Expansion durch Deutsche, insbesondere in Afrika, aber auch in Asien sowie Ozeanien und Lateinamerika, bildete der Kulturraub eine symbiotische Beziehung zwischen kolonialem Sendungsbewusstsein und der rassistischen Konstruktion eroberter bzw. beherrschter Gesellschaften als das „primitive Andere“.

Dies geschah durch informelle Kontrolle, Fremdbestimmung, nach dem Modell der „Chartered Company“ oder Missionierung. Durch Massenmord und Genozid, namentlich während des Völkermords an den Ovaherero und Nama in Namibia, kolonialen Eroberungen oder im Zuge von Vernichtungskriegen, wie der Zerschlagung des Majij-Maji-Aufstandes in Tansania waren die militärischen Maßnahmen und die Herrschaft auch auf die Zerstörung oder Ausbeutung der kulturellen Identität gerichtet.

Weiterführende Informationen

Antrag „Restitution von Kulturgut aus kolonialen Kontexten gesetzlich regeln“ (Bundestags-Drucksache 19/9340)


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