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Ausstellung „Verfolgen und Aufklären“: Erinnerung braucht fundierte wissenschaftliche Aufarbeitung

Am Mittwoch, den 30.01.2019, fand die Eröffnung der Ausstellung „Verfolgen und Aufklären“ statt, die die Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz, das Touro College Berlin und die Wiener Library London im Auswärtigen Amt initiierten. Die Ausstellung thematisiert die Arbeit und das Leben der ersten Holocaustforscher*innen, indem sie der Arbeit von zwanzig Pionierinnen und Pionieren der Holocaustforschung ein Denkmal setzt, darunter Rachel Auerbach, Raphael Lemkin, Simon Wiesenthal und Joseph Wulf.

Staatsministerin Michelle Müntefering verwies in ihrer Eröffnungsrede auf das Programm „Jugend erinnert“ des Auswärtigen Amtes und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, welches unter dem Motto „Zukunft braucht Erinnerung“ steht und gezielt Gedenkstättenfahrten junger Menschen fördern soll, um die Erinnerungskultur der jungen Generation aufrechtzuerhalten.

Die Richtung, die das Programm einschlägt, ist zu begrüßen. Wichtig ist dabei allerdings zum einen, auch die Aufarbeitung der sogenannten Aktion Reinhardt, die den eigentlichen Kern des Holocausts darstellt, und die damit in Verbindung stehenden deutschen Vernichtungslager Sobibor, Treblinka und Belzec in den Fokus der Gedenkstättenfahrten zu rücken.

Zum anderen müssen zivilgesellschaftliche Akteure, die sich schon seit Jahren um die wissenschaftliche Aufarbeitung der Shoah bemühen und in Ostpolen aktive Erinnerungsarbeit leisten, mit Förderungen berücksichtigt werden. Denn Zukunft braucht Erinnerung, aber Erinnerung braucht eben diese fundierte wissenschaftliche Aufarbeitung! So wie die Arbeit der ersten Holocaustforscher*innen die Grundlage dafür waren, dass der Holocaust universell als Menschheitsverbrechen anerkannt wurde, sind aktuelle wissenschaftliche Aufarbeitungen wichtige Grundlage für Lehrerfortbildungen und die angemessene inhaltliche Begleitung in Form von Vor- und Nachbereitungen von Gedenkstättenbesuchen! Insbesondere mit Blick auf die „Aktion Reinhardt“ braucht es wissenschaftliche Forschung, die Gedenken und Erinnerung an die planmäßige Ermordung europäischer Sinti und Roma mit historischer Vermittlung unter Einbindung der Zivilgesellschaft verbindet. Hier bestehen noch immer massive Lücken in der Aufarbeitung, die es zu schließen gilt. Die Bundesrepublik muss dabei stärker ihrer historischen Verantwortung gerecht werden.

Die Ausstellung „Verfolgen und Aufklären“ kann noch bis zum 24.02.19 kostenfrei im Lichthof des Auswärtigen Amtes besichtigt werden.


Termine

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Dienstag, 16. April 2019, 17 bis 18 Uhr
Pirmasens, Wahlkreisbüro, Kaiserstr. 45

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20. bis 23. März 2019
03. bis 06. Juli 2019
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Nähere Informationen und Anmeldung:

Wahlkreisbüro Brigitte Freihold MdB
Kaiserstraße 45
66955 Pirmasens

Tel.: 06331 1441 226
E-Mail: brigitte.freihold.wk@bundestag.de

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