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Besuch der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin

Im Nachgang eines gemeinsamen Arbeitsgespräches von Herrn Matan Piotrkowski, Direktor der Ronald S. Lauder Foundation Deutschland, und Brigitte Freihold im Februar, besuchte die Abgeordnete am Montag, den 18.03.2019, die jüdische Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin.

Die stetig wachsende Gemeinde im Herzen Berlins wurde 2013 gegründet und umfasst derzeit mehr als 400 Mitglieder. Sie betreibt einen Kindergarten (Kita Eschkol) und erhält eine der letzten Hofsynagogen in Berlin und füllt diese mit Leben. Die Abgeordnete traf die Vorsitzenden Dr. Doron Rubin und Rabbiner Daniel Fabian.

Sowohl säkulare als auch religiöse Bildung spielen in der Gemeinde und der Lauder-Stiftung eine wichtige Rolle. Deswegen wird unter der Leitung von Rabbiner Fabian und Frau Chernyak ein umfangreiches E-Learning-Programm betrieben, welches deutschlandweit jüdischen Kindern von der ersten bis zur zehnten Klasse, auch an Orten an denen es keine jüdische Infrastruktur in Form von Gemeinden und Synagogen gibt, Inhalte in den Fächern Jüdische Tradition und Hebräisch vermittelt. Das Programm hat sich in den letzten Jahren als sehr erfolgreich erwiesen und findet neben Deutschland unter anderem auch in Polen und Griechenland Anwendung.

Des Weiteren existiert seit 2009 das Rabbinerseminar zu Berlin in Anknüpfung an das Hildesheimer’sche Rabbinerseminar, das von 1873 bis zu seiner Schließung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1938 die wichtigste Lehreinrichtung zur Ausbildung orthodoxer Rabbiner in Deutschland war.

Neben dem Besuch der Vorschule der Gemeinde und der Besichtigung der kurz vor der Restauration stehenden Synagoge, stand vor allem der Austausch über die Herausforderungen der Gemeinde bei der Stärkung des jüdischen Lebens und der jüdischen Identität in Deutschland im Vordergrund. Zu diesen gehören vor allem die fehlende jüdische Infrastruktur in Deutschland, die maßgeblich auf die Auslöschung jüdischen Lebens durch die Shoah zurückzuführen ist und die noch immer in umfangreichem Ausmaß nötigen Sicherheitsmaßnahmen bei allen Aktivitäten und an allen Standorten der Gemeinde. Diese Sicherheitsmaßnahmen, die in Anbetracht der antisemitischen Bedrohungen notwendig sind, werden vielfach von der Lauder-Stiftung und der Gemeinde selbst übernommen, was auch eine finanzielle Herausforderung darstellt.

Vor diesem Hintergrund haben sich die Gesprächspartner*innen über mögliche politische Maßnahmen zur Unterstützung der Gemeinde und der Stärkung des jüdischen Lebens in Deutschland ausgetauscht, die gemeinsam vorangebracht werden sollen.

An dem Treffen haben teilgenommen:
• Frau Brigitte Freihold, MdB, erinnerungspolitische Expertin der LINKEN, Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien sowie Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (UAKB)
• Herr Matan Piotrkowski, Direktor der Ronald S. Lauder Foundation Deutschland
• Herr Rabbiner Daniel Fabian, Rabbiner der Gemeinde Kahal Adass Jisroel
• Frau Anna Chernyak, Angestellte bei KAJ sowie Leiterin des E-Learning-Programms
• Herr Dr. Doron Rubin, Vorsitzender der Gemeinde Kahal Adass Jisroel


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Nähere Informationen und Anmeldung:

Wahlkreisbüro Brigitte Freihold MdB
Kaiserstraße 45
66955 Pirmasens

Tel.: 06331 1441 226
E-Mail: brigitte.freihold.wk@bundestag.de

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