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Auf dem Foto von links nach rechts: Brigitte Freihold, Naftali Fürst, Tova Wagman-Siegel. Im Hintergrund die Grafitis von Soldatinnen und Soldaten der Roten Armee vom Mai 1945 im Reichstaggebäude.

Besuch des Holocaust-Überlebenden Naftali Fürst im Deutschen Bundestag

Naftali Fürst zeigt der Abgeordneten Freihold ein Bild der US Army vom 16. April 1945 nach seiner Befreiung (eingekreist). Direkt unter ihm liegt der damals 17-jährige Elie Wiesel, der spätere Literatur-Nobelpreis-Träger. Zum Vergrößern auf Foto klicken.

Anlässlich des 75. Jahrestages des Aufstandes im Warschauer Ghetto und den deutschen Vernichtungslagern der Aktion Reinhardt hat die Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold (DIE LINKE) den Shoah-Überlebenden Naftali Fürst mit seiner Frau Tova Wagman-Siegel im Deutschen Bundestag empfangen. Herr Fürst vertritt als Vize-Präsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora (IKBD) die ehemaligen Häftlinge aus Israel.

Der heute 86-jährige Fürst wurde in Bratislava (Slowakei) geboren. Im November 1944 wurde seine Familie in das deutsche Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Im Januar 1945 wurde er auf den Todesmarsch nach Buchenwald geschickt. Seine Eltern, sein Bruder und er überlebten den Holocaust und emigrierten schließlich nach Israel.

Naftali Fürst gehört zu einem jener 904 Kinder im berühmten Kinderblock 66 im deutschen Konzentrationslager Buchenwald, die von dem illegalen Untergrund-Komitee der Häftlinge gerettet werden konnten. Diese Widerstandsgruppe bestand vornehmlich aus Kommunisten und Juden, die versuchten, die besonders gefährdeten Häftlinge zu schützen und vor der Deportation in deutsche Vernichtungslager zu retten.

Bei dem Gespräch mit Naftali Fürst und Frau Tova Wagman-Siegel tauschte sich Freihold über die Herausforderungen, die mit rechtspopulistischen Bewegungen in Europa und dem wiederaufflammenden Antisemitismus einhergehen, aus. Naftali Fürst bekräftigte, wie wichtig die politische Bildungs- und Erinnerungsarbeit mit Jugendlichen und die Bewahrung der authentischen Orte der Erinnerung sind. Freihold hob hervor, dass eine lebendige Erinnerungskultur auch die Vorbereitung und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer in Schulen als auch der Projektleiter im außerschulischen Bereich umfassen muss, um nachhaltig zu werden. Darüber hinaus müssen die Initiativen der Zivilgesellschaft in diesem Bereich durch entsprechende Förderungen personell gestärkt und langfristig finanziert werden. Die Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Verfolgung im Nationalsozialismus muss Teil der Auseinandersetzung um die Zukunft unserer Gesellschaft werden.

Die Abgeordnete Freihold setzt sich gemeinsam mit der Bundestagsfraktion DIE LINKE. für eine langfristige Finanzierung der Gedenkmaßnahmen an die Opfer der sogenannten Aktion Reinhardt ein. Bei dieser wurden in drei deutschen Vernichtungslagern Treblinka, Sobibor und Belzec mehr als zwei Millionen Jüdinnen und Juden planmäßig ermordet.

Vor dem Hintergrund des Jahrestages der jüdischen Aufstände in den deutschen Vernichtungslagern Treblinka und Sobibor im Jahre 1943 sowie des Aufstandes im Warschauer Ghetto hat die Abgeordnete bereits im März eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung eingereicht, deren  Beantwortung jedoch mehrfach verzögert wurde und vom Auswärtigen Amt auf Anfang Mai terminiert wurde.

Weiterführende Informationen:
Kleine Anfrage der Abgeordneten Brigitte Freihold „Gedenken an den jüdischen Widerstand anlässlich des 75. Jahrestages der Aufstände im Warschauer Ghetto und den deutschen Vernichtungslagern Treblinka und Sobibor“ (Drucksache 19/1557)

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/015/1901557.pdf


Termine

Bürgersprechstunde
Mittwoch, 20. Juni 2018, 18:00 Uhr
Pirmasens, Wahlkreisbüro, Kaiserstr. 45

Vortrag „Gesundheit statt Profite - Arbeitskämpfe im Pflegebereich“
Donnerstag, 21. Juni 2018, 19:00 Uhr
Pirmasens, Hotel Alt Pirmasens, Wittelsbacher Str. 26

Berlinfahrten 2018

21.03. bis 24.03.2018
30.05. bis 02.06.2018
10.10. bis 13.10.2018 (ausgebucht)

Nähere Informationen und Anmeldung:

Wahlkreisbüro Brigitte Freihold MdB
Kaiserstraße 45
66955 Pirmasens

Tel.: 06331 1441 226
E-Mail: brigitte.freihold.wk@bundestag.de

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