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„Bildungssystem ist kaputtgespart worden“

Vor zehn Jahren rief Bundeskanzlerin Merkel die „Bildungsrepublik“ Deutschland aus. Doch zahlreiche Herausforderungen bestehen weiterhin. Die uneingeschränkte Teilhabe an Bildung und Erziehung ist weiterhin nicht hergestellt. Vor diesem Hintergrund lud die Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold (DIE LINKE), stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, zu einem bildungspolitischen Abend mit dem Vorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Rheinland-Pfalz, Klaus-Peter Hammer, ein.

„Ob zu große Schulklassen, Kindergartengruppen, Personalmangel, marode Gebäude, fehlende oder veraltete Ausstattung: Das Bildungssystem ist in den letzten Jahren kaputtgespart worden“, so Freihold, „Bildung muss als Gemeinschaftsaufgabe von Kommunen, Bundesländern und dem Bund verstanden werden. Hierbei ist es erforderlich, das Kooperationsverbot zwischen Bund und Bundesländern vollständig aufzuheben, um die massive Unterfinanzierung des Bildungssystems zu beenden. Die im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD zugesagten 11 Milliarden Euro für den Bildungsbereich sind absolut unzureichend.“

Klaus-Peter Hammer weiter: „In Deutschland sind die Pro-Kopf-Ausgaben für Bildung in den letzten Jahren stetig gesunken. In gleichem Maß steigen die Anforderungen im Bildungsbereich. Gerade in Deutschland hängt der Bildungserfolg der Kinder von der Herkunft ihrer Eltern ab. Dabei ist in einem reichen Land wie unserem genug Geld vorhanden, es ist nur falsch verteilt. Der Unterrichtsausfall und Lehrermangel müssen entschieden bekämpft werden. Dass Bildung der einzige Rohstoff ist, den wir in Deutschland haben, darf nicht länger nur Teil von Sonntagsreden der Politik bleiben. Daher begrüße ich das Engagement der LINKEN.“

Aus dem interessierten und fachkundigen Publikum kamen zahlreiche Beiträge. So wurde etwa die wachsende Zahl von Privatschulen im Land kritisiert. Eine weitere Teilnehmerin des bildungspolitischen Abends forderte angesichts des sinkendenden Vertrauens in die Demokratie wieder mehr Sozialkundeunterricht, welcher zuvor gekürzt wurde. Zudem wurde betont, dass Bildung bereits im frühen Alter beginnt, sodass hierfür ausreichend finanzierte Kindergärten und Schulen erforderlich sind. Hinsichtlich der Digitalisierung warnte eine Teilnehmerin davor, dass sich der Staat und das Bildungssystem in ein Abhängigkeitsverhältnis zu IT-Konzernen begeben.


Termine

Gysi kommt!
Veranstaltung mit Gregor Gysi, Alexander Ulrich und Brigitte Freihold
Freitag, 31. August 2018, 15:30 Uhr
Kaiserslautern, Bremerhof

Berlinfahrten 2018

21.03. bis 24.03.2018
30.05. bis 02.06.2018
10.10. bis 13.10.2018

Nähere Informationen und Anmeldung:

Wahlkreisbüro Brigitte Freihold MdB
Kaiserstraße 45
66955 Pirmasens

Tel.: 06331 1441 226
E-Mail: brigitte.freihold.wk@bundestag.de

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