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Kandel: Eindrucksvolles Zeichen für Demokratie getrübt durch massiven Polizeieinsatz

Seit Monaten ist das südpfälzische Kandel Aufmarschgebiet für Rechtspopulisten und Rechtsextreme, die den Mord an einer Schülerin zum Anlass nehmen, gegen Flüchtlinge Stimmung zu machen. Unter dringendem Tatverdacht steht ein Flüchtling aus Afghanistan. So schlimm und verabscheuungswürdig diese Tat auch ist, handelt es sich offensichtlich um eine reine Beziehungstat, wie sie in der Bundesrepublik leider täglich passieren. Ein Zusammenhang zwischen der Herkunft des mutmaßlichen Täters und dem Opfer besteht nach bisherigen Ermittlungen nicht.

Dazu erklärt Brigitte Freihold, MdB DIE LINKE: „Am vergangenen Samstag nahmen über 2.000 Menschen in Kandel an einer friedlichen Demonstration gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit teil. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollten nicht länger zulassen, dass der Mord an einer Schülerin und das Tatmotiv in einen direkten Zusammenhang mit der Herkunft des mutmaßlichen Täters gestellt und für Hetzkampagnen gegen Flüchtlinge und Ausländer missbraucht werden. Die Kundgebung in Kandel war ein eindrucksvolles Zeichen für Demokratie, Toleranz und Rechtstaatlichkeit.“

Für DIE LINKE nahmen neben der Bundestagsabgeordneten Brigitte Freihold aus Pirmasens auch MdB Katrin Werner aus Trier und viele weitere Mitglieder der LINKEN teil. Der Erfolg von „Wir sind Kandel“ am vergangenen Samstag wurde allerdings durch das unverhältnismäßige Handeln der Polizei getrübt. So kesselte die Polizei die ordnungsgemäß angemeldete Demonstration verschiedener Antifa-Gruppen ein, sodass Teilnehmer am Zugang und Verlassen der Demonstration gehindert wurden. Hinzu kam ein aggressives, eskalationsförderndes Auftreten von Polizeikräften gegenüber Teilnehmern.

Dazu Freihold abschließend: „Mit dem unverhältnismäßigen Vorgehen der Polizei wurde die ansonsten friedliche und störungsfreie Versammlung in ein schlechtes Licht gerückt und der Eindruck erweckt, Kundgebungsteilnehmerinnen und -teilnehmer wären auf Krawalle mit Rechten aus gewesen. Damit hat man der Rechtstaatlichkeit keinen Gefallen getan. Stattdessen wurde versucht, der Kundgebung einen Stempel der Gewaltbereitschaft zu verpassen und damit die gesamte Veranstaltung zu diskreditieren. Diese Vorgehensweise ist inakzeptabel.“


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