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Leiharbeit: Ausbeutung per Gesetz

Neue Zahlen zur Leiharbeit zeichnen ein düsteres Bild. Die meisten Leiharbeiter werden entlassen, bevor sie nach 9 Monaten einen Anspruch auf gleichen Lohn wie festangestellte Beschäftigte erhalten würden. „Leiharbeit ist Ausbeutung per Gesetz. Die Bundesregierung fördert diesen modernen Sklavenhandel“, kritisiert die Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold (DIE LINKE).

In Pirmasens, Zweibrücken und dem Landkreis Südwestpfalz sind 1.039 Menschen in der Leiharbeit beschäftigt. Bundesweit sind es über 1,02 Millionen Menschen. Im Mittel erhalten die vollzeitbeschäftigten Leiharbeiter einen Monatslohn von nur 1.928 Euro brutto. 72,5 Prozent aller Leihbeschäftigten wird mit einer Kündigung innerhalb von 9 Monaten gleicher Lohn verwehrt. Dies enthüllt eine Anfrage der LINKEN-Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl an die Bundesregierung.

Freihold weiter: „Der Missbrauch der Leiharbeit muss endlich beendet werden! Wir LINKEN fordern für die Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter gleichen Lohn für gleiche Arbeit und eine Flexibilitätszulage in Höhe von 10 Prozent. Zusätzlich darf der Einsatz von Leiharbeit nicht länger als drei Monate dauern, danach sind die Beschäftigten zu übernehmen und nicht gegen andere auszutauschen.“


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