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Brigitte Freihold im Gespräch mit Vorstandsmitgliedern der Pirmasenser Tafel: Gerhard Herrmann, Helmut Maurer, Freihold, Hildegard Kischitzki (von links nach rechts).

Pirmasens: Bedarfsgerechte Mindestsicherung muss Tafeln überflüssig machen

Die Pirmasenser Tafel versorgt bedürftige Menschen aus der Stadt Pirmasens und mehreren Verbandsgemeinden im Kreis Südwestpfalz mit Lebensmitteln. Die Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Brigitte Freihold, besuchte die Tafel, um sich über die Arbeit des Vereins und die Situation der betroffenen Menschen zu informieren.

Der Pirmasenser Tafel gehören 280 Fördermitglieder und 80 Aktive an. Diese versorgen aktuell ca. 1.900 bedürftige Menschen, darunter 1.150 Erwachsene und 750 Kinder, mit Lebensmitteln. Die Vorstandsmitglieder Hildegard Kischitzki, Helmut Maurer und Gerhard Herrmann informierten Freihold über die Organisation der Vereinstätigkeit, z.B. den Ablauf der Lebensmittelausgabe. Die Mitglieder berichteten, dass ihnen die ehrenamtliche Arbeit Freude bereitet. Kritisch sehen die Ehrenamtlichen den bürokratischen Aufwand. Die Zeit hierfür fehlt für das eigentliche Engagement.

Zur Sprache kam auch die soziale Situation in Deutschland und Pirmasens. Für Empörung bei den Mitarbeitern der Tafel sorgten die Äußerungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über Armut in Deutschland. Dazu erklärt Brigitte Freihold: „Bundesminister Spahn sollte mal persönlich eine Tafel besuchen und mit den betroffenen Menschen reden, bevor er über sie herzieht. Es ist gerade nicht so, dass Sozialleistungsbezieher die Unterstützung der Tafeln nur in Anspruch nehmen, um Ausgaben für Lebensmittel einzusparen. Gerade zum Ende des Monats sind viele Menschen existenziell auf die Lebensmittel der Tafel angewiesen, um überhaupt etwas zum Essen zu haben und die Regelleistung aufgebraucht ist. Davon konnte ich mich bei meinem Besuch bei der Pirmasenser Tafel persönlich überzeugen. Diese existenzielle Not ist ein Armutszeugnis für die gesamte Gesellschaft.“

Die ehrenamtlich Aktiven der Pirmasenser Tafel fordern eine sozial gerechte Politik und bodenständige Politiker. Die Tafel kann die Armut nur lindern, bekämpfen kann sie allein die Politik, waren sich Freihold und die Tafel-Mitarbeiter einig.

„Menschen mit Hartz IV, einer Armutsrente oder Aufstockern wird ein menschenwürdiges Leben verwehrt. Deshalb setze ich mich für die Abschaffung von Hartz IV, für die Einführung einer bedarfsgerechten sozialen Mindestsicherung und eine Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro ein“, sagte Freihold. Sozialleistungen müssten die tatsächlichen Bedarfe decken und langfristig dadurch Tafeln überflüssig machen. „Dies schmälert in keiner Weise das soziale Engagement der Tafel-Vereine und der ehrenamtlich Aktiven, vor denen ich großen Respekt habe. Sie leisten eine wichtige Arbeit, ohne die viele Menschen tatsächlich Not leiden würden. Nur auf Dauer kann und darf sich verantwortungsbewusste Politik mit diesem Zustand nicht abfinden“, dazu Freihold abschließend.

Im Gespräch mit der Abgeordneten wurde auch das Programm „Kultur macht stark“ des Bundesbildungsministeriums beleuchtet. Das Programm soll benachteiligte Kinder und Jugendliche fördern. Hierfür können Projekte der kulturellen Bildung lokaler Akteure wie der Tafel finanziell unterstützt werden. Vielmehr als solche Gießkannenpolitik braucht es jedoch ganzheitliche Lösungen, so Freihold. Zudem merkten die Tafel-Mitglieder an, dass ihre Kernaufgabe sie voll beansprucht, und sie sich daher auf diese konzentrieren müssen.


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Kaiserstraße 45
66955 Pirmasens

Tel.: 06331 1441 226
E-Mail: brigitte.freihold.wk@bundestag.de

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