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Südwestpfalz: Hausärzteversorgung droht wegzubrechen

Viele Hausärzte stehen vor dem Ruhestand und finden keinen Nachfolger, während sich junge Mediziner eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf wünschen oder die Kosten einer Praxisgründung nicht stemmen können. „In den nächsten Jahren droht die hausärztliche Versorgung in der Südwestpfalz wegzubrechen. Allen politisch Verantwortlichen ist die dramatische Lage bekannt. Doch seit Jahren wird das Problem nur ausgesessen“, kritisiert die Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold (DIE LINKE).

In der Stadt Zweibrücken beträgt das Durchschnittsalter der Hausärzte bereits 56,1 Jahre, im Landkreis Südwestpfalz 56,4 und in Pirmasens sogar 58,9 Jahre. Das zeigen Erhebungen der Kassenärztlichen Vereinigung. Nach einer Umfrage von Medi Südwest unter den niedergelassenen Ärzten in Pirmasens werden rund 70 Prozent in den kommenden 3 Jahren in den Ruhestand gehen und haben bisher keine Praxisnachfolge gefunden. Die beiden Städte und der Kreis wollen nun gemeinsam gegen den Ärztemangel vorgehen, doch fällt die Kooperation bislang durch wortreiche Tatenlosigkeit auf. Einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) unter kommunaler Trägerschaft erteilte der Pirmasenser Stadtrat bereits eine Absage.

Freihold weiter: „Der Pirmasenser Stadtrat und Oberbürgermeister Zwick haben den Ball zurück ins Spielfeld der Ärzte geschossen. Nach wie vor ist man der Meinung, der Markt wird es schon richten. Eine Starthilfe in Form einer kommunalen Gesundheitsgenossenschaft in Kooperation mit Zweibrücken und der Südwestpfalz wurde erneut abgelehnt.

Die medizinische Versorgung zählt zur öffentlichen Daseinsvorsorge und ist ein harter Standortfaktor, gerade in einer strukturschwachen Region wie der Südwestpfalz. Jede weitere Verschleppung der Lösung dieses Problems spielt mit der Zukunft der Region und der Gesundheit der Menschen.

Andere Städte und Gemeinden übernehmen Verantwortung und machen vor, wie es geht. Das Genossenschaftsmodell ist unkompliziert, mitmachen kann jeder. Die Kommunen bringen als Eigenanteil Immobilien ein oder stellen Verwaltungspersonal für die beteiligten Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung. Die ‚Weiter so‘-Fraktionen in Pirmasens legen die Hände in den Schoß und warten auf die Eigeninitiative der Mediziner, die seit Jahren nicht kommt.

Bleibt es bei der demonstrativen Tatenlosigkeit der politisch Verantwortlichen, wird die ärztliche Versorgung in der Südwestpfalz in den kommenden 3 Jahren zusammenbrechen. Soweit darf es nicht kommen!“


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