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Arbeitslosigkeit: Geschönte Zahlen auch in der Südwestpfalz

Die monatlich von der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten offiziellen Arbeitslosenzahlen sind geschönt. Ein tiefergehender Blick in den monatlichen Arbeitsmarktreport der Behörde zeigt, dass die tatsächliche Arbeitslosigkeit deutlich höher liegt. Auch in der Südwestpfalz.

So werden aus den offiziellen Zahlen all diejenigen arbeitslos gemeldeten Menschen herausgerechnet, die älter als 58 Jahre sind und seit über einem Jahr Hartz IV beziehen, die krankgeschrieben, in Fortbildung, in Ein-Euro-Jobs oder in privater Arbeitsvermittlung sind.

In der Stadt Pirmasens beziffert die Bundesagentur für Arbeit die Zahl der Arbeitslosen auf 2.469 Menschen im März 2018. Tatsächlich sind es jedoch 3.244 Menschen, also 775 mehr.

In Zweibrücken waren laut der Bundesagentur offiziell 1.051 Menschen ohne Job, tatsächlich waren es im März jedoch 1.544 Menschen. Damit wurden 31,9 Prozent der Arbeitslosen in Zweibrücken unter den Teppich gekehrt.

Im Kreis Südwestpfalz wird die Arbeitslosenzahl mit 2.210 statt 2.634 Menschen angegeben.

Hierzu erklärt die Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold, DIE LINKE: „Monat für Monat werden die Bürgerinnen und Bürger mit geschönten Arbeitslosenzahlen hinter die Fichte geführt. Mit allerlei Tricks werden die Arbeitslosenzahlen auf Hochglanz poliert. Eine aktuelle Untersuchung des Bundesrechnungshofes legt den Finger in die Wunde: Arbeitslose werden in sinnlose Fortbildungskurse gesteckt, was die Statistik drückt. Der Rechnungshof kritisiert dies zurecht als Geldverschwendung, die die berufliche Zukunft der arbeitslosen Menschen gefährdet. Diese Praxis muss ein Ende haben!“