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Corona- und Wirtschaftskrise: Wer zahlt die Rechnung?

Eine aktuelle Erhebung der Schweizer Großbank UBS zeigt, dass Milliardäre in den letzten Monaten noch reicher geworden sind. Mit insgesamt 595 Mrd. US-Dollar rangieren die deutschen Superreichen weltweit auf Platz 3. Bereits im Sommer hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) die obszöne Vermögenskonzentration in Deutschland offengelegt. Die Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold (DIE LINKE) klagt an: „Die Reichen sind die Profiteure der Krise. Die Bundesregierung sorgt gut für sie. Doch wer zahlt die Rechnung?“

Das DIW ermittelte, dass das reichste Prozent der deutschen Bevölkerung 35,3 % des gesamten Vermögens hält, die reichsten 10 % über zwei Drittel (67,3 %). In der Corona- und Wirtschaftskrise fließen Milliarden Steuergelder an Konzerne, die weiter Dividenden und Boni ausschütten und tausende Beschäftigte entlassen. Zudem plant die Bundesregierung, den Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung im neuen Jahr zu erhöhen. Damit würden die gesetzlich Versicherten bei den Gesundheitskosten der Pandemie stärker herangezogen als Privatversicherte, hohe Einkommen und Vermögen.

Freihold weiter: „Wer zahlt die Rechnung für die Corona- und Wirtschaftskrise? Nach der Bundestagswahl droht das böse Erwachen. Ein Vorgeschmack liefert die Abwälzung der Pandemie-Kosten auf die gesetzlich Krankenversicherten.

Ich rufe die Regierungsabgeordneten Anita Schäfer (CDU) und Angelika Glöckner (SPD) dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass auch die Millionäre und Milliardäre an den Krisenlasten beteiligt werden. Die Rechnung darf nicht wieder an der Mehrheit hängenbleiben!“