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Geschichte und Gegenwart der Leiharbeit

Am vergangenen Samstag fand im Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Brigitte Freihold in Pirmasens der Vortrag „Geschichte und Gegenwart der Leiharbeit“ statt. Der Referent Thorsten Spelten beschrieb die Entwicklung der Leiharbeit seit den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts und beleuchtete auch die aktuelle Situation.

Seit 1967 ist die Leiharbeit in Deutschland legal. Seitdem steigt die Anzahl der Beschäftigten in der Branche stetig an. Im historischen Überblick wurde deutlich, dass seit der Einführung der sogenannten Hartz IV-Gesetze die Leiharbeit einen nie dagewesenen Boom erlebt hat. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass der Druck auf Hartz IV-Bezieher seitens der Arbeitsagentur so groß ist, dass die Betroffenen fast jeden Job annehmen.

Beim Überblick über die beiden Tarifwerke der Leiharbeit (IGZ und BAP) wurde deutlich, dass die Leiharbeitsbranche ein wenig mehr bezahlt als den gesetzlichen Mindestlohn, doch reicht auch dieser Verdienst nicht aus, um ein Leben außerhalb von Armut zu führen.

Beim Thema Equal Pay wurde ebenso klar, dass dies Augenwischerei ist, da vom Entleiherbetrieb abhängt, ob der Beschäftigte 100 Prozent des vergleichbaren Stammmitarbeiters erhält. Im Normalfall wird der Stundenlohn der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter bei 90 Prozent gedeckelt.

Referent und Zuhörer waren sich einig, dass 12 Euro Mindestlohn zzgl. 15-prozentiger Flexibilitätsprämie sowie eine maximale Verleihdauer von 3 Monaten mit anschließender Übernahme der Beschäftigten unbedingt geboten sind, um den betroffenen Menschen eine Lebensplanung zu ermöglichen.