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Kerosinablässe über Rheinland-Pfalz in den Fokus nehmen

Die Meldungen über unkontrollierte Ablässe von Flugbenzin über Rheinland-Pfalz und dem Biosphärenreservat Pfälzerwald mehren sich. Dabei handelt es sich sowohl um Kerosinablässe der zivilen Luftfahrt, als auch um militärische Treibstoffe. Alleine im August wurden rund 100 Tonnen Kerosin über dem Pfälzerwald versprüht.

Dazu erklärt Brigitte Freihold, Bundestagsabgeordnete der LINKEN aus Pirmasens: „Es wird zwar immer wieder behauptet, Notablässe von Kerosin seien für Mensch und Umwelt ungefährlich, allerdings liegen dazu keine neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse vor. Zu den weitaus gesundheitsschädlicheren militärischen Flugbenzinen gibt es überhaupt keine öffentlich zugänglichen Studien. Vor diesem Hintergrund werde ich die Bundesregierung neben den aktuellen Daten zu Mengen und Ablassgebieten auch insbesondere zu ihren Erkenntnissen über die Ablässe von Militärmaschinen befragen, die über dem Gebiet der Pfalz eine zentrale Rolle spielen. Schließlich betreiben die USA mit der Airbase Ramstein in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Kernzonen des Biosphärenreservats Pfälzerwald den größten Militärflughafen außerhalb der USA mit dem entsprechenden Flugverkehr. Welche Gefahren für die menschliche Gesundheit und die Umwelt bergen die Inhaltsstoffe des Treibstoffs „JP-8+100“ militärischer Luftfahrzeuge? Nach welchen Bestimmungen ist die Meldung von Treibstoffablässen militärischer Luftfahrzeuge der Bundeswehr und ausländischer Streitkräfte überhaupt geregelt? Zu diesen und weiteren Fragen erwarten ich und die Bundestagsfraktion DIE LINKE dringend fundierte und verlässliche Aussagen. Insbesondere jedoch erwarte ich mir von unserer Anfrage, dass sie eine ernsthafte Debatte darüber anstößt, welche technischen Alternativen zum Kerosinablass denkbar sind.“