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Auf dem Foto von links nach rechts: Frau Poller, Brigitte Freihold, Herr Hellmann.

Kirchbergwerkstatt: Der Mensch steht im Mittelpunkt

Die Kirchbergwerkstatt in Pirmasens ist eine gemeinnützige Einrichtung des Pfälzischen Vereins für soziale Rechtspflege Zweibrücken. Am vergangenen Freitag war die Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold (DIE LINKE) in der Winzler Straße zu Besuch.

Zu den Zielen der Kirchbergwerkstatt zählen die Resozialisierung, die Prävention, der Opferschutz sowie die Qualifizierung und Integration in Arbeit. Hierfür steht sie ehemals straffälligen Menschen, Opfern von Gewalt, Langzeitarbeitslosen, Alleinerziehenden, Migranten und Menschen mit Suchtproblemen zur Seite. Die Tätigkeitsbereiche umfassen Transporte, Umzüge, Entrümpelungen, Landschaftspflege und Gartenarbeiten, eine Schreinerei, Kreativwerkstatt, einen Second Hand Baumarkt sowie den Möbel- und Gebrauchtwarenladen Trödelmax.

Herr Hellmann (Geschäftsführer des Vereins), Frau Poller (Leiterin der Kirchbergwerkstatt), Frau Schmitt (Opferberatung), Herr Schild (Täterarbeit) sowie Frau Szelies und Frau Schäfer (Sozialpädagogik) berichteten über ihre Arbeit. Die Mitarbeiter machten deutlich, dass in der Kirchbergwerkstatt der Mensch im Mittelpunkt steht. Hierbei unterstrich die Abgeordnete Freihold die Bedeutung der Inklusion, die Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft.

Der Opferschutz und die Beratung ist eine der Säulen der Arbeit der Kirchbergwerkstatt. Seit diesem Jahr ist sie auch in der psychosozialen Prozessbegleitung aktiv. Dabei erhalten Opfer von Gewalt- oder Sexualstraftaten und nahe Verwandte, die Angehörige durch eine Straftat verloren haben, beim Gerichtsprozess Unterstützung, um deren Belastung zu reduzieren.

Zur Sprache kam auch die Finanzierung der Kirchbergwerkstatt. Die Kosten werden durch eigene Einnahmen und Zuschüsse gedeckt. Die Höhe dieser Zuschüsse von der EU, der Bundesagentur für Arbeit, regionalen Justizbehörden und der Stadt Pirmasens schwankt jedoch. Daher bräuchte es eine entsprechende Regelfinanzierung, um mehr Kontinuität herzustellen und Unsicherheiten abzubauen. Auch ist die Einrichtung bestrebt, ihren 22 hauptamtlichen Mitarbeitern eine langfristige Perspektive zu geben.

Hierzu erklärt Freihold: „Die Teilhabe an der Gesellschaft ist ein Menschenrecht und muss auch für die Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, gewährleistet sein. Hierfür leistet die Kirchbergwerkstatt einen unschätzbaren Beitrag. Daher werde ich mich gerne dafür einsetzen, dass die Finanzierung dieser Arbeit verstetigt und sichergestellt wird.“