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Neonazi-Aufmarsch in Zweibrücken: Freihold kritisiert Stadtverwaltung

An diesem Samstag werden erneut Neonazis mit entzündeten Fackeln durch Zweibrücken marschieren, voraussichtlich wieder am Standort der 1938 zerstörten Synagoge vorbei. Die Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold (DIE LINKE) erklärt: „Wieder einmal können sich in Zweibrücken die Rechtsextremen ungehemmt in Szene setzen. Es stellt sich die Frage, ob die Stadtverwaltung überhaupt willens ist, gegen die gezielten Provokationen vorzugehen.“

Alljährlich veranstaltet der rechtsextreme „Nationale Widerstand Zweibrücken“ (NWZ) einen sogenannten Trauermarsch, der an die Bombardierung Zweibrückens im Zweiten Weltkrieg erinnern soll. Dabei werden die nationalsozialistische Verantwortung für diesen Krieg und Millionen Opfer der Gewaltherrschaft unter den Teppich gekehrt. Der NWZ pflegt einen Opfermythos, der die Geschichte auf den Kopf stellt.

Die Abgeordnete weiter: „Neonazis sind Demokratie- und Menschenfeinde. In Zweibrücken gipfelte ihre menschenverachtende Ideologie zuletzt darin, dass ein Anhänger des NWZ einen Nachbarn und Familienvater tötete. Eine Marschroute an der ehemaligen Synagoge vorbei wäre unerträglich. Die Stadt muss endlich Maßnahmen ergreifen, der Neonazi-Show die Zähne zu ziehen.“