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Berliner Photoart / Andreas Domma

Pflege: Tödliches Profitstreben, Bundesregierung verantwortlich

Der Pflegereport der AOK belegt eine massive Übersterblichkeit in den Pflegeheimen von bis zu 80 Prozent in der Corona-Pandemie. Eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Brigitte Freihold (DIE LINKE) in der zweiten Corona-Welle zeigte auch in der Südwestpfalz einen sehr hohen Anteil von Heimbewohner*innen an den Todesfällen. Die Abgeordnete kritisiert: „Das Profitstreben vieler Heimbetreiber, der Pflegenotstand und die Mängel im Hygiene- und Infektionsschutz kosten vielen Menschen das Leben. Dafür ist auch die Bundesregierung verantwortlich.“

Freihold weiter: „Unter Personalmangel, schlechten Löhnen und Arbeitsbedingungen leiden Pflegekräfte und Pflegebedürftige, während sich private Heimbetreiber mit den Eigenanteilen und Pflegebeiträgen der Versicherten die Taschen voll machen. Damit muss endlich Schluss sein!

Die aktuelle Pflegeversicherung deckt nicht alle Kosten der Versicherten ab und führt zu massiven Missständen. Ich und meine Fraktion im Bundestag fordern die Einführung einer Pflegevollversicherung. In diese würden alle Erwerbstätigen einzahlen, der Beitragsrabatt für Spitzenverdiener fiele weg, der Eigenanteil wäre Geschichte.

Eine Pflegevollversicherung käme der Mehrheit der Menschen, den Pflegekräften und Pflegebedürftigen zugute. Das ist eine Frage der Menschlichkeit!“