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Pirmasens: Bundeswehr am Kant-Gymnasium

Nach Auskunft des Bundesverteidigungsministeriums (BMVg) besucht die Bundeswehr am Mittwoch das Immanuel-Kant-Gymnasium in Pirmasens. „Werbung fürs Militär hat an Schulen nichts verloren“, stellt die Pirmasenser Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold (DIE LINKE) klar.

Die Bundeswehr plagen Nachwuchssorgen. Daher haben Jugendoffiziere und sogenannte Karriereberater der Bundeswehr junge Menschen im Visier. Auch Minderjährige werden rekrutiert. Auf der Spielemesse Gamescom in Köln warb die Armee zynisch mit „Multiplayer at its best“ und „Mehr Open World geht nicht“. Doch die Risiken im Auslandseinsatz sind real und kein Computerspiel. Seit 1992 starben 114 Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz.

Was viele nicht wissen: Bundeswehreinsätze dienen unter anderem auch wirtschaftlichen Interessen. Freie Handelswege und der freie Zugang zu Rohstoffen gehören offiziell zu den deutschen Sicherheitsinteressen (siehe Verteidigungspolitische Richtlinien des BMVg). Die stetig steigenden Militärausgaben sind der zweitgrößte Posten im Bundeshaushalt, über 45 Milliarden Euro allein in diesem Jahr. Geld, das für Schulen, Renten, Gesundheit etc. fehlt.

Freihold weiter: „Nicht zuletzt verstößt der Besuch der Bundeswehr gegen die Grundsätze politischer Bildung an Schulen, den Beutelsbacher Konsens. Schülerinnen und Schüler dürfen nicht indoktriniert und kontroverse Themen wie Militär und Krieg nicht einseitig behandelt werden.“