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Pirmasenser Einzelhandel: Der Tanz ums goldene Kalb

Vertreter des Pirmasenser Einzelhandels wollen, dass die Aktion „Heimat shoppen“ im Schulunterricht behandelt wird. Damit die Kasse klingelt, sollen auch Schulbands in der Fußgängerzone aufspielen und der lokale Einkauf als umweltfreundlich beworben werden. „Den Konsum als Beitrag zum Umweltschutz zu verkaufen ist eine logische Fortentwicklung des neoliberalen Profitgedankens. Auch vor den Schulen machen wirtschaftliche Interessen nicht Halt. Alles soll sich dem Tanz ums goldene Kalb unterordnen. So kann es nicht weiter gehen“, kritisiert die Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold (DIE LINKE).

Freihold weiter: „Mit dem Grünwaschen von ‚Heimat shoppen‘ und der Instrumentalisierung von Kindern und Jugendlichen wird eine Grenze überschritten. Der Bildungsauftrag der Schulen besteht nicht darin, die Schülerinnen und Schüler zu willfährigen Konsumenten zu erziehen, sondern sie zu nachhaltigem Denken und Handeln zu befähigen. Völlig außer Acht gelassen werden etwa die Herstellungsbedingungen und Lieferketten der Produkte oder die weit verbreitete Wegwerfmentalität. Zudem sollten sich auch manche Einzelhändler fragen, was sie selbst im Internet und nicht vor Ort kaufen.

Eine attraktive Innenstadt und ein starker lokaler Einzelhandel sind auch der LINKEN wichtig. Das zeigen die Anträge meiner Fraktion im Stadtrat hierzu. Bedauerlicherweise wurde zuletzt mit der Absage an eine gemeinsame Handelsplattform des lokalen Einzelhandels im Internet eine weitere Chance vertan.“