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Berliner Photoart / Andreas Domma

Rassistischen Ressentiments entgegenstellen

Pfarrer Asomugha verlässt Pfarrei wegen rassistischer Anfeindungen – zurück bleiben Wut und Betroffenheit

Im westpfälzischen Queidersbach hat Pfarrer Patrick Asomugha die Reißleine gezogen und wird nach wiederholten, rassistisch motivierten Anfeindungen die Pfarrei verlassen. Die Entscheidung fiel gemeinsam mit dem Bistum Speyer.

Dazu erklärt die Pirmasenser Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold, DIE LINKE: „Wenn ein Pfarrer aufgrund von rassistischen Anfeindungen und Angriffen seine Pfarrei verlassen muss, weil das Bistum keine andere Möglichkeit sieht ihn zu schützen, dann macht das betroffen, traurig und wütend. Solche Vorgänge dürfen sich nicht wiederholen, denn dies käme einer Kapitulation vor dem Rechtsextremismus gleich. Überall da, wo Menschen aufgrund ihrer Herkunft angefeindet und angegriffen werden, muss der Protest umso lauter sein. Rassismus darf nicht schweigend hingenommen werden. Ich wünsche Pfarrer Asomugha mehr Unterstützung an seiner neuen Wirkungsstätte und viel Kraft für seine zukünftigen Aufgaben.“

Noch im letzten Jahr versammelten sich rund 600 Menschen, um in einem Solidaritätsgottesdienst Pfarrer Asomugha den Rücken gegen rassistische Anfeindungen zu stärken. Dies zeige, dass es in der Westpfalz eine starke und weltoffene Zivilgesellschaft gibt, so Freihold. Freihold weiter: „Dennoch sind rassistische Ressentiments in der Bevölkerung leider tief verwurzelt. Es ist Aufgabe von uns allen, sich entschlossen gegen rassistische Feindbilder zu stellen, sei es im familiären Umfeld, am Arbeitsplatz oder im Verein. In einer offenen und toleranten Gesellschaft gibt es keinen Platz für Rassismus und Menschenfeindlichkeit!“