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Südwestpfalz: Verkehrswende ohne attraktiven Nahverkehr nicht machbar

Lärmende und stinkende Blechlawinen dominieren den öffentlichen Raum in Deutschland. Um den Verkehrsinfarkt sowie die Überlastung von Umwelt und Gesundheit abzuwenden, braucht es eine Verkehrswende weg vom PKW-Individualverkehr, hin zu Bus und Bahn. Der ständig zunehmende Individualverkehr und das nicht eingelöste Versprechen, den Güterverkehr weitestgehend über die Schiene abzuwickeln, gehören zu den größten Klimakillern. „Die Verkehrswende kann jedoch nur gelingen, wenn der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ausgebaut wird und für alle erschwinglich ist“, erklärt die Bundestagsabgeordnete Brigitte Freihold (DIE LINKE).

Allein in der Stadt Pirmasens nutzen nur 6 Prozent der Menschen den ÖPNV. Mit Blick auf die Fahrpreise verwundert das nicht. So kostet eine normale Monatskarte für Pirmasens oder Zweibrücken 62,70 Euro. Kommt das nähere Umland im Landkreis Südwestpfalz hinzu, sind es bereits 89,90 Euro im Monat. Eine attraktive Alternative zum PKW sieht anders aus.

Milliarden Steuergelder werden für Straßen, Parkplätze, Kaufprämien, Dienstwagenprivileg und vieles mehr verpulvert. Der ÖPNV hat bislang das Nachsehen. Das freut die Autoindustrie und ihre Eigentümer.

Freihold weiter: „Eine Verkehrswende ist ohne attraktiven ÖPNV nicht machbar. Direkte und indirekte Gewinnsubventionen für die Autoindustrie müssen gestrichen und die Mittel in Bus und Bahn investiert werden.“

Auf kommunaler Ebene fordert DIE LINKE im Stadtrat Pirmasens die Einführung eines umlagefinanzierten Bürgertickets. Hierbei würden alle Einwohner bzw. Haushalte die Finanzierung des ÖPNV gemeinsam und zu deutlich geringeren Kosten tragen und den Nahverkehr frei nutzen können.

„Nur eine sozial-ökologische Verkehrswende wird Erfolg haben. Der Umweltschutz ist untrennbar mit der sozialen Frage verbunden. Die Teilhabe an der Gesellschaft erfordert Mobilität und ist ein Menschenrecht“, so Freihold abschließend.